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Wanderung zum Paradies der glücklichen Delphine

Wie lebhaft wir uns noch an die salzigen Spritzer des türkisblauen Meerwassers erinnern, an die erstickende Hitze auf den herrlichen goldsandigen Sandpfaden, an die lockende Kühle der immergrünen Farnwälder – und an diesen unvergesslichen Augenblick, den wir auf der wohl tropischsten Wanderroute unseres Urlaubs erleben durften.

Diese Perle der Südinsel ist zwar der kleinste, aber beliebteste Nationalpark von Neuseeland. Während der dreitägigen Wanderung schlängelt sich der Abel-Tasman- Wanderweg die prächtige goldene Strandlinie entlang. Der Rückweg zum Ausgangspunkt lässt sich bequem mit dem Wassertaxi bestreiten.

Was für eine tolle Wanderung! Da jedoch die Hitze fast die Grenze des Erträglichen erreicht hatte, fühlten sich unsere Rucksäcke überraschend schwer an, als wir die zahlreichen Berghöhen hinanstiegen. Wir blickten wehmütig auf die Segelboote hinab, die bei dem windstillen Wetter vor sich hin dümpelten, und sehnten uns nach einem erfrischenden Bad in den türkisfarbenen Wellen.

Plötzlich hörten wir in einem nahegelegenen Farnbusch ein neugieriges Rascheln. Wie erstarrt blieben wir stehen und hofften das Beste... Könnte es womöglich ein Exemplar des Kiwi-Vogels sein, nach dem wir so lange gesucht haben?

Wir wurden jedoch enttäuscht uns mussten seufzen: es war nur ein vertrautes Holztaubenpärchen, das mit Gekreische zum nächsten Farnbusch flog.

Nach schweißtreibenden Stunden und mühsamen Kilometern erreichten wir endlich einen markierten Zeltbereich, der sich im Schutz einer angenehm ruhigen Strandbucht befand. Jetzt hatten wir unser Bad wirklich verdient!

Die Sonne ging allmählich unter und verwandelte die Wolken in ein rosarotes Farbenmeer. Wir setzten uns am Strand nebeneinander und genossen diesen wunderbaren Augenblick.

Als an uns zwei Kajaks vorbeiglitten, wollten wir unseren Augen kaum trauen! Die Kajaks wurden von einem Schwarm niedlicher kleiner Delphine verfolgt, die fröhlich im Wasser tanzend mit dem Meerwasser herumspritzten. Sie schienen miteinander zu spielen und mit den Kajaks um die Wette zu schwimmen.

Ein Delphin vollführte direkt vor unserer Nase akrobatische hohe Sprünge! Wie verzaubert schauten wir zu, lächelten und genossen dankbar diesen kurzen Moment.

Wir schienen das Paradies der glücklichen Delphine gefunden zu haben.

­Titta & Thomas
IKILOMALLA-Reiseblog